KWKG

Zum 1. April 2002 trat das Gesetz für die Erhaltung, Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Kraft und wurde mit Wirkung zum 01.Januar 2009 mit erheblichen Veränderungen novelliert. Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einem Kraftwerk. Dieses Prinzip erhöht die Ausnutzung von Brennstoffen, indem der Anteil der Wärme, der über Turbine und Generator nicht in Strom umgewandelt werden kann, als Brauchwärme genutzt wird.

Durch dieses Gesetz soll eine Minderung der jährlichen Kohlendioxid-Emissionen in der Bundesrepublik Deutschland erzielt werden.

Im Gesetz geregelt, ist die Abnahme und Vergütung von Kraft-Wärme-Kopplungsstrom aus Kraftwerken, die auf Basis von:
· Stein- und Braunkohle
· Biomasse
· Abfall
· gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen
betrieben werden.

Seit Inkrafttreten des Kraft- Wärme– Kopplungsgesetzes (KWKG) bringen die Stadtwerke Quickborn GmbH die entstehenden Aufwendungen bei der Abrechnung der Netznutzung in Ansatz. Die Preise orientieren sich dabei an den gesetzlichen Vorgaben. Nähere Informationen zur Abwicklung des KWKG sowie die aktuellen Aufschläge für die jeweiligen Letztverbrauchergruppen können im Internet beim BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasser- wirtschaft e. V.) eingesehen werden.

Anschluss von KWK-Anlagen

Wird elektrische Energie aus Kraft-Wärmekopplungsanlagen nach den Kriterien des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK-G) in das Netz des örtlichen Verteilungsnetzbetreibers eingespeist, so wird diese Energie nach den gesetzlichen Vorgaben durch den Verteilungsnetzbetreiber vergütet.
Die technischen Einzelheiten werden in einem Einspeisevertrag zwischen dem Einspeiser (Erzeuger) und dem Verteilungsnetzbetreiber festgehalten.

Sie möchten im Netzgebiet der Stadtwerke Quickborn GmbH eine KWK-Anlage errichten?
Wir unterstützen Sie dabei!

Zuerst suchen Sie sich einen eingetragenen Elektroinstallateur. Dieser wird mit uns die technischen Vorgaben besprechen und mit Ihnen folgende Unterlagen ausfüllen:

Eine Anmeldung zum Anschluss an das Nieder- oder Mittelspannungsnetz.
Die Datenblätter für die KWK-Anlage erhalten Sie vom Hersteller.
Einen Lageplan 1:1.000, aus dem die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstückes sowie der Aufstellungsort und Anschluss an das Nieder- oder Mittelspannungsnetz der Stadtwerke Quickborn GmbH hervorgehen. Diesen erhalten Sie über das zuständige Katasteramt - bearbeitet durch Ihren Installateur.
Vorlage genehmigungsfähiger Unterlagen der Zählersäule/ Mittelspannungsstation. Diese erhalten Sie durch den Hersteller oder Errichter.

Mit Vorlage der vollständigen Unterlagen werden wir eine Anschlussmöglichkeit an das Netz der Stadtwerke Quickborn GmbH prüfen. Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie dann eine Netzanschlusszusage und ein Inbetriebnahmeangebot. Nach Rücksendung des von Ihnen gegengezeichneten Inbetriebnahmeangebotes (mindestens vier Wochen vor geplanter Inbetriebnahme) vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zum Zählereinbau und zur Inbetriebnahme.

Vor der Inbetriebnahme der Anlagen erhalten Sie eine sogenannte "verbindliche Erklärung" sowie ein "Kundendatenblatt". Sind die gegengezeichneten Unterlagen zurückgesandt und sind sämtliche Voraussetzungen gemäß KWK-Gesetz erfüllt, können wir die von Ihnen in das Netz der Stadtwerke Quickborn GmbH eingespeiste elektrische Energie nach KWK-G vergüten.

Nach Errichtung der Anlage wird benötigt:
Anmeldebetätigung der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Einspeisevertrag
Der Einspeisevertrag wird zwischen Ihnen als Erzeuger und uns als Verteilungsnetzbetreiber geschlossen. Er bildet die Grundlage für die Einspeisung der von Ihrer Anlage erzeugten Energie in das Verteilungsnetz.
Bevor ein Einspeisevertrag abgeschlossen werden kann, muss Ihre Erzeugungsanlage errichtet und von uns als Verteilungsnetzbetreiber abgenommen worden sein.

Messung der eingespeisten Energie
Die Messung der eingespeisten elektrischen Energie, die nach den Kriterien des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) vergütet wird, erfolgt grundsätzlich am Netzanschlusspunkt unseres Verteilungsnetzes.

Abrechnung der eingespeisten Energie
Nach Abschluss des Einspeisevertrages erfolgt ab dem Folgejahr die Abrechnung der eingespeisten Energie durch den Einspeiser.

Vergütung
Netzbetreiber sind neben der Pflicht zum Anschluss und zur Abnahme des KWK-Stroms gemäß § 4 Abs. 3 KWKG zur Zahlung einer Vergütung für die in sein Netz eingespeiste KWK-Strommenge verpflichtet.
 
Die Vergütung setzt sich zusammen aus:

  1. den durch die dezentrale Einspeisung vermiedenen Netzentgelte,
  2. dem üblichen Preis für den KWK-Strom, der sich aus dem durchschnittlichen Preis für Grundlaststrom (Baseload) an der Strombörse EEX in Leipzig im jeweils vorangegangenen Quartal ergibt,
  3. dem Zuschlag nach § 7 KWKG; er stellt die eigentliche gesetzliche Förderung dar und ist von Art und Größe der KWK-Anlage abhängig.
Hinweise für Installateure

Zu beachten sind bei Installation von dezentralen Erzeugungsanlagen im Netz der Stadtwerke Quickborn GmbH:

  • Technische Anschlussbedingun­gen des Netzbetreibers (TAB)
  • VDE-Anwendungsregel "VDE-AR-N 4105:2011-08 Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz, Technische Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" vom 1. August 2011
  • Verordnung über Allgemeine Be­dingun­gen für den Netzan­schluss und dessen Nutzung für die Elektri­zitätsversorgung in Nieder­span­nung (NAV)
Preisblätter

Kontakt

Ihre Ansprechpartner helfen Ihnen gern bei weiteren Fragen:

Technik

Herr Volkmar Henschel
Telefon: (04106) 616 - 178

Herr Frank Masuch
Telefon: (04106) 616 - 166

 

Vertragswesen / Vergütung

Herr Udo Stoeter
Telefon: (04106) 616 - 154